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Top Posting: "why is there a dead pakistani on my couch"

Arduino Brick Kit: LCD und LiquidCrystal

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Bei watterott.com habe ich mir endlich das Arduino Brick Kit gekauft. Es enthält neben einnigen Sensoren, Buttons usw. ein Chassis, an dem u.a. mittels 2×5 IDC Connector das mitgelieferte LCD Display angeschlossen werden kann.

Mit dem Electronic Bricks Cookbook gelingt das Ausprobieren auch recht einfach. Dort findet sich auch die korrekte Belegung der LCD Pins:


// LiquidCrystal display with:
// rs on pin 10
// rw on pin 11
// enable on pin 12
// d4, d5, d6, d7 on pins 13, 14, 15, 16
LiquidCrystal lcd(10, 11, 12, 13, 14, 15, 16);

Zum beschreiben des LCDs kann man die gut dokumentierte Bibliothek LiquidCrystal nehmen. Ein “hello, world!” sähe dann so aus:


#include <LiquidCrystal.h>

LiquidCrystal lcd(10, 11, 12, 13, 14, 15, 16);

void setup() {
  lcd.begin(16, 2);
  lcd.print("hello, world!");
}

void loop() {
}

Die LiquidCrystal Bibliothek bietet allerhand von Funktionen, z.B. scrollDisplayLeft() und scrollDisplayRight() um scrollende Laufschriften zu erzeugen. Weiter gibt es funktionen zum Blinkenlassen, Cursorsetzen etc., alles nachzulesen unter http://arduino.cc/en/Reference/LiquidCrystal. Ebenfalls hilfreich sind die Examples der Arduino GUI zum Thema LCD.

Den Büchern verfallen - Das Papierhaus von Carlos Maria Dominguez

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“Eine kleine Geschichte über die Leidenschaft für Bücher” hat Elke Heidenreich über “Das Papierhaus” von Carlos Maria Dominguez gesagt. Das kleine, aber sehr feine Büchlein handelt von nichts anderem, als genau davon.

Die Literaturdozentin Bluma Lennon wird, während sie eine alte Ausgabe der “Gedichte” von Emily Dickinson liest, von einem Auto überfahren. Der Ich-Erzähler bekommt kurze Zeit später das an sie adressierte, mit Beton verkrustete Buch „Schattenlinie“ von Joseph Conrad, auf den Schreibtisch gelegt. Das Buch ist einem, dem Erzähler unbekannten, Carlos Brauer gewidmet. Er macht sich daraufhin auf nach Südamerika, um mehr darüber herauszufinden. Hier trifft er den Bibliophilen Delgado, der ihm von Carlos Brauer erzählt. Auf tragische Weise hat Brauer, ebenfalls ein Büchernarr, den Katalog seiner Bibliothek durch einen Brand verloren und sich dann an die Küste zurückgezogen. Hier legt er höchst seltsame Eigenschaften an den Tag…

Häufig ist es schwerer, ein Buch loszuwerden, als es zu bekommen. Durch einen Pakt aus Bedürftigkeit und Vergessen sind sie an uns gebunden wie die Zeugen niemals wiederkehrender Augenblicke in unserem Leben. Solange sie da sind, können wir uns wenigstens einbilden, diese anzuhäufen.

Ich habe Bücher gekauft, solange ich denken kann. Wer sich eine Bibliothek aufbaut, der baut sich ein ganzes Leben auf. Sie ist nämlich die Summe ihrer einzelnen Exemplare.

Wir befassen uns ja mit ganz bestimmten Themen und haben nach einer gewissen Zeit eine ganze Welt definiert; oder, wenn Ihnen das besser gefällt, eine Reise zurückgelegt, mit dem Vorteil, dass uns ihre Spuren erhalten bleiben.

Sind das Warnungen an den Leser, sich nicht völlig den Büchern und dem Aufbau der eigenen Bibliothek des Lebens hinzugeben, oder sind Aussagen wie:

Vielleicht wissen Sie ja, dass man beim stillen Lesen die Buchstabenlaute in einer nicht wahrnehmbaren Frequenz aussendet. Eine Lektüre ist also nie stumm, denn die Stimme ist immer ganz leise beteiligt. Sie führt die Zeile aus wie ein Instrument die Partitur, und glauben Sie mir, dieses Lauschen ist genauso wichtig wie das Sehen. Man erschafft einen Ton, eine Melodie aus Worten und Sätzen, und wenn Sie diese mit einer leisen Musik unterlegen, dann entsteht tief innen in Ihrem Trommelfell ein harmonischer Kontrapunkt zwischen ihrer Stimme und den klängen aus dem Lautsprecher.

schlicht eine Liebeserklärung an das Lesen von einem guten Buch bei passender Musik?

Wie auch immer man “Das Papierhaus” von Carlos Maria Dominguez interpretiert, oder ob man einfach nur die Lektüre genießt und auf sich wirken lässt – die 96 Seiten umfassende Geschichte beschert einem eine schöne Stunde des Abtauchens aus dem Alltag in die manchmal verrückt und seltsam anmutende Welt der Bücher.

Das Papierhaus
von Carlos Maria Dominguez
Diana Verlag
ISBN: 978-3-453-35116-5
Preis: 7,95 €

Blogroll Ersatz: Was in meinem Reader steht

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Mangels Blogroll hier mal ein paar nette Blogs aus meinem Google Reader:

Arduino & Physical Computing, DIY:
arduino.cc-Blog
freeduino.de
arduinoprojects.com
bausteln.de Guru-Blog
Hack a Day
Hack’n'Mod
Make Magazine
Seeed Studio
Tinker.it Now

Bücher:
Aus.gelesen
Buchwelt.de
Galileo Computing
O’Reilly Blog

Wissenschaft:
brainblogger.com
brainlogs.de/blog
Mind Hacks
Weitergen

Podcasts:
Chaosradio (Express)
/dev/radio
The Lunatic Fringe

Netzpolitik:
Blog von Peter Schaar (Datenschutzbeauftragter der Bundesregierung)
Netzpolitik.org
Foebud.org

Sicherheit:
/dev/random
gulli.com
Heise-News
Net-Security.org
Hoax-Info
Mitternachtshacking.de

EEE-PC:
eee-pc.de
Netbook Reviews

Spaß:
fun.drno.de

Programmieren:
Planet Python

Sonstiges:
Law Blog
Fefes Blog
Real Life
Spiegel Online Netzwelt
Official Google Blog
Pharmama

Viel Spaß beim Stöbern!

Wer noch andere gute Links kennt, sagt bescheid ;-)

Ausgelesen: Daniel Silva - Das Terrornetz

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Bis auf Double Cross. Falsches Spiel müsste ich jetzt fast alle Daniel Silva Bücher gelesen haben – die Bücher mit dem prägnanten Held Gabriel Allon, israelischer Mossad-Agent.

Silvas aktuelles Buch ist Das Terrornetz, das im August 2008 als Hardcover bei Pieper erschienen und welches es zuvor schon in den USA bis auf Platz drei der Bestsellerliste der New York Times geschafft hat.

Das Terrornetz fängt auch gleich unheimlich spannend und rasant an: Ein Anschlag auf Papst und Petersdom mit hunderten von Toten bringt die westliche Welt ins Wanken. Schnell wird klar: Dahinter steckt ein Terrornetz, das durch die saudische Königsfamilie finanziert wird. Mit Hilf von der Amerikanerin Sarah Bancroft schafft “der Dienst” in den engeren Zirkel von Kunstsammler Aziz al-Bakari (“Zizi”) vorzudringend und ihn mit Hilfe eines unbekannten Gemäldes von van Gogh zu ködern. Sarah verbringt die kommenden Wochen auf Zizis Luxusyacht und versucht, näher an den gesichtslosen Großindustriellen und Terrorfinancier Bin Schafiq heranzukommen. Als dieser nach Tagen des verdeckten Spionierens und diverser geheimdienstlichen Methoden enttarnt wird, versuchen Gabriel und sein Dienst, diesen zu liquidieren. Doch irgendwas ist schiefgelaufen…

Fazit: Spannendes Buch mit actionreichem Auftakt, vielen geheimdienstlichen Aktivitäten und eher abruptem und kurz beschriebenen Ende. Das Terrornetz wird allerdings nie langweilig und liest sich flott durch. Empfehlenswert für alle Fans von Gabriel Allon und Freunde der spannenden und kurzweiligen Geheimdienstthriller-Unterhaltung.

Das Terrornetz
von Daniel Silva
432 Seiten (gebunden)
ISBN: 3492050697
Piper, August 2008

Das Buch erscheint laut Amazon.de im Juli 2010 als Taschenbuch.

Schöner Artikel über den Arduino

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Bei de-bug.de gibt es einen schönen Artikel über den Arduino: Kluge Dinge: Arduino – Physical Computing für Prosumenten.

Hier gibt’s mehr zum Arduino.

Chinas Angriff auf Google: Internet Explorer ist schuld

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Wer ist besser, China oder Google? US-Soziologe Richard Sennett vergleicht Google mit der Stasi. Wie auch immer, auch Microsoft ist involviert. Wie? Die machen immer noch nicht die sicherste Software. Der Google Hack der Chinesen wurde wohl durch eine Sicherheitslücke im Internet Explorer begünstigt und nicht, wie bisher angenommen, durch präparierte PDF-Dateien.

Net-security.org schreibt:

The vulnerability exists as an invalid pointer reference within Internet Explorer. It is possible under certain conditions for the invalid pointer to be accessed after an object is deleted. In a specially-crafted attack, in attempting to access a freed object, Internet Explorer can be caused to allow remote code execution.

Microsoft arbeitet wohl jetzt unter Hochdruck an einem Patch, da dieser jedoch noch nicht fertiggestellt ist, warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik jetzt davor, den Internet Explorer einzusetzen und stattdessen lieber einen anderen Browser einzusetzen.

Übrigens: Scheinbar fährt Google.cn die Zensur jetzt runter!

Update: Das Exploit ist jetzt öffentlich!

Stau nach Pornos auf Werbetafel

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Das erinnert ja an den “Zombie-Hack“: In Russland wurde eine riesige Werbetafel dazu missbraucht, Pornos anzuzeigen. Das ganze hat wohl einen ziemlichen Verkehrsstau ausgelöst.

Google vs. China

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Da kommt man nichtsahnend von der Arbeit, fährt die Kiste hoch und der Blogreader (natürlich GoogleReader ;-) ist voll mit “Google vs. China”-Berichten.

Was war passiert? Google war sich massiven Hackerangriffen aus China ausgesetzt, bei denen wohl versucht wurde, E-Mails von chinesischen Menschenrechtlern auszuspionieren. Die Reaktion von Google war wie folgt: Google will die durch Druck durch die chinesische Regierung selbst auferlegte Zensur der chinesischen Google-Fassung google.cn fallen lassen und drohen weiterhin mit einem Abschalten des China-Googles.

China hingegen strebt immer mehr dahin, eine neue Chinesische Mauer im Internet zu errichten, was Google nun nicht gutheißt. Jetzt können immerhin schon Blumensträuße geernet werden. ;-) Eine Kehrtwende scheint nun endlich in Sicht und sogar die Tagesschau um 20 Uhr berichtet über Googles neue Strategie: Das gestörte Vertrauen der Nutzer wieder zurückzugewinnen, getreu dem Firmenmotto: Don’t Be Evil.

Einen interessanten Bericht gab es heute dann auch bei Netzpolitik, wo schon über die ersten Gerüchte von weniger gefilterteren Suchergebnissen von google.cn geschrieben wird. Allgemein sei wohl im 21. Jahrhundert eher mit größeren Konflikten zwischen Großkonzernen und Staaten zu rechnen.

Ich bin gespannt, wie sich die Geschichte weiter entwickelt. China ist ein wachsender Markt, in dem schon ein Viertel der Bevölkerung online ist. Dem kann man sich nicht einfach entziehen. Anderseits finde ich es lobenswert, dass Google heute ein Zeichen gesetzt hat, wenn auch das Image des Konzerns gerade in letzter Zeit nicht immer ganz unangekratzt war. Dieses Wochenende kann ich endlich den aktuellen SPIEGEL bei meinen Eltern abholen, der als aktuelle Titelstory “Google” zum Thema hat und die Firma dort, zumindest nach dem was ich bisher über diesen Artikel gelesen habe, nicht unbedingt im aller positivsten Licht dastehen lassen, was ja schon die Unterschrift “Der Konzern, der mehr über Sie weiß, als Sie selbst” anprangert.

Daumenkino: Videos aus Bildern erstellen

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Grad im Guru-Blog gesehen, wie man Videos aus Einzelbildern (JPEGs) mit mencoder unter Linux zusammensetzt. Nikolaus hat da was Hübscheres erzeugt, aber, um das auf die Schnelle mal kurz auszuprobieren, habe ich schnell drei Strichmännchen gemalt, fotografiert und zum Video gemacht:

Der Befehl dazu:

mencoder "mf://*.JPG" -mf fps=5 -o output.avi -ovc lavc -lavcopts vcodec=mpeg4

Damit werde ich wohl mal weiterexperimentieren, auf diese Weise kann man sicher ein paar nette Videos erstellen. Nur schade, dass ich vor Jahren mein ganzes LEGO verkauft habe ;-)

Ausgelesen: John Le Carré – Marionetten

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Wir sind keine Polizisten, wir sind Spione. Wir nehmen unsere Zielpersonen nicht fest. Wir bauen sie auf und setzen sie auf noch wichtigere Zielpersonen an. Wenn wir ein Netzwekt ausmachen, dann beobachten wir es, bis wir es schließlich kontrollieren. Verhaftungen sind kontraproduktiv. Sie zerstören eine wertvolle Anschaffung. Sie verdammen einen dazu, wieder bei null anzufangen und ein anderes Netzwerk zu finden, das wenigstens halb so gut ist wie das, das man gerade in den Sand gesetzt hat.

In John Le Carrés Spionagesthriller “Marionetten” versprachlicht der Autor seine Wut: “Ich bin die Geschichte mit ziemlich viel Wut angegangen, und meine Figuren haben die­­­­se Wut für mich zum Ausdruck gebracht.” (Interview auf amazon.de) Es ist eine Wut über die westlichen Geheimdienste, die nichts begriffen haben, Wut über die beraubten Freiheitsrechte, Wut über den Fortlauf der “freien Welt”.

Inhalt: Issa, ein Halbtschetschene schlägt illegal in Deutschland auf und kommt bei einer gastfreundlichen türkischen Familie in Hamburg unter. Hilfe findet er auch bei einer jungen Anwältin, die für die gemeinnützige Organisation “Fluchthafen” arbeitet. Ebenfalls dabei: ein älterer englischer Bankier, dessen Bank ein aus russischen Geldwäschegeschäften übriggebliebenes Nummernkonto verwaltet.

Aber wie hängt das mit Issa zusammen? Will der fromme Issa mehr, als nur Medizin studieren? Wieso ruft das die Geheimdienste der westlichen Welt und den Verfassungsschutz auf den Plan? Wer steuert eigentlich wen, wer weiß etwas und sind alle, inklusive des deutschen Verfassungsschützers Bachmann nicht nur noch Marionetten in einem Spiel, das keiner mehr versteht und in dem auf höchster Ebene die Fäden gezogen werden?

Die Paranoia der Geheimdienste und ihrer Akteure ist maßgeblich für die Zustände in der Welt nach dem 11. September. Jeder wird verdächtigt, jeder wird instrumentalisiert, um weitere Zusammenhänge oder Scheinzusammenhänge aufzudecken. Selbst der gutherzliche Boxer Melik, der Issa zu Beginn der Geschichte so hilfsbereit unterstützt, gerät ins Blickfeld der Fahnder und lässt deren durch Angst getriebene Logik aufblitzen: religiöser Moslem und Vorstrafe = Ziel für den Verfassungsschutz.

Der Leser wird in “Marionetten” ständig in die Irre geführt, weiß nicht mehr wer eigentlich gut oder böse ist und von wem die Gefahr nun wirklich ausgeht. Von dem politischen Flüchtling Issa, gefoltert und vertrieben? Oder von dem religiösen aber gemäßigten und im Fernsehen auftretenden Geistlichen Abdullah, der ja zu 95 Prozent Gutes, aber zu 5 Prozent doch Böses tut? Oder von den Geheimdiensten, die, geplagt von Verfolgungswahn, ein erschreckend aggresives Verhalten an den Tag legen?

John Le Carré spielt mit der Angst der Menschen vor islamistischen Terroranschlägen, mit der Angst einer nach dem 11. September traumatisierten Welt. Niemand traut mehr dem anderen über den Weg, alle Marionetten in einem Schauspiel, das niemand mehr durchblickt. Auch das Ende des Buches gibt keine Hoffnung auf Besserung, sondern nur noch die wütenden nachhallenden Worte des Schreibers.

Fazit: Das Buch hat mich, trotz der etwas gewöhnungsbedürftigen Sprache, durchaus gefesselt. Das Thema ist aktuell und wird anders betrachtet, als man vielleicht durch sonstige Medien gewohnt ist. Die Handlung ist gradlinig, wechselt aber oft die Perspektive und springt von Person zu Person, von Schauplatz zu Schauplatz. Aber wenn man sich als Leser auf das Verwirrspiel und die gut gezeichneten Charaktere einlässt, erwartet einen eine kurzweilige, spannende Geschichte, in der unklar bleibt, wer wirklich die Fäden in der Hand hat, oder ob wir nicht doch alle bloß “Marionetten” in etwas viel Größerem sind, das wir weder begreifen noch durchschauen können.

Marionetten
von John Le Carré
366 Seiten
Ullstein Verlag
ISBN-10: 355008756X
Preis: 9,95 €

Perl Script

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Gefunden auf: zoitz.com:

Python: Sieb des Eratosthenes

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Eine Primzahl ist eine natürliche Zahl, die nur durch 1 und sich selbst teilbar ist. Primzahlen haben die Menschen deshalb seit Jahrtausenden fasziniert. Wie berechnet man Primzahlen mit Hilfe des Computers nun möglichst effizient? Man kann natürlich eine Zahl nehmen und sie per Brute-Force auf ihre Teilbarkeit testen. Schneller geht es, wenn man sich der Idee des griechischen Gelehrten Eratosthenes von Kyrene bedient. Seine Idee ist bekannt als Sieb des Eratosthenes:

1. Erzeuge eine Liste aller Zahlen von 2 bis n

2. Bilde die Produkte zweier Zahlen i und k, wobei diese Zahlen zwischen 2 und n sind.

3. Alle vorkommenden Produkte werden aus der Liste gestrichen

4. Übrig bleiben alle Zahlen, die keine Produkte aus i und k sind, folglich nur durch 1 und sich selbst teilbar sind: Primzahlen

Ein erster Ansatz in Python:


#!/usr/bin/python3.1

import time

n = 1000

zahlenliste = []

for i in range(2,n+1):
    zahlenliste.append(i)

t1 = time.clock()

for i in range(2,n+1):
    for k in range(2,n+1):
        if(k*i in zahlenliste):
            zahlenliste.remove(k*i)

t2 = time.clock()

print(zahlenliste)
print(&quot;Laufzeit: &quot;+str(t2-t1) + &quot;s&quot;)

Das Ergbnis:

2, 3, 5, 7, 11, 13, 17, 19, 23, 29, 31, 37, 41, 43, 47, 53, 59, 61, 67, 71, 73, 79, 83, 89, 97, 101, 103, 107, 109, 113, 127, 131, 137, 139, 149, 151, 157, 163, 167, 173, 179, 181, 191, 193, 197, 199, 211, 223, 227, 229, 233, 239, 241, 251, 257, 263, 269, 271, 277, 281, 283, 293, 307, 311, 313, 317, 331, 337, 347, 349, 353, 359, 367, 373, 379, 383, 389, 397, 401, 409, 419, 421, 431, 433, 439, 443, 449, 457, 461, 463, 467, 479, 487, 491, 499, 503, 509, 521, 523, 541, 547, 557, 563, 569, 571, 577, 587, 593, 599, 601, 607, 613, 617, 619, 631, 641, 643, 647, 653, 659, 661, 673, 677, 683, 691, 701, 709, 719, 727, 733, 739, 743, 751, 757, 761, 769, 773, 787, 797, 809, 811, 821, 823, 827, 829, 839, 853, 857, 859, 863, 877, 881, 883, 887, 907, 911, 919, 929, 937, 941, 947, 953, 967, 971, 977, 983, 991, 997
Laufzeit: 4.41958628963s

Es dauert fast 5 Sekunden um alle Primzahlen von 1 bis 1000 auszusieben, das muss noch schneller gehen.

Wenn k * i > n ist, brauchen wir eigentlich gar nicht zu rechnen. Deshalb lassen wir die k-Schleife nur für Werte i * k <= n, also nur bis k <= n/i laufen zu lassen.

Was noch? Auch i brauchen wir nicht so hoch laufen zu lassen, es reicht, bis i <= Wurzel(n) zu laufen. Mit int() wird jeweils abgerundet.

Nun sieht der Algorithmus wie folgt aus:


for i in range(2,int(math.sqrt(n))+1):
    for k in range(2,int(n/i)+1):
        if(k*i in zahlenliste):
            zahlenliste.remove(k*i)

Und siehe da:

Laufzeit: 0.02459422108s

Eine durchaus annehmbare Optimierung.

Ich habe den Code hier bewusst klar und einfach gehalten, es sind also durchaus noch Optimierungen möglich, z.B. indem man mit einer Liste aus Boolean-Werten und ohne die eingebaute if-Abfrage arbeitet. Ein Beispiel findet sich z.B. im codecocktail-Blog.

Ausgelesen: Lea von Pascal Mercier

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Lea ist acht Jahre alt, als sie am Bahnhof einem Geigenspiel lauscht, das Schlüsselerlebnis, das ihr Schicksal besiegeln wird: Sie beschließt selbst Geigerin zu werden. Davon handelt die Novelle Lea von Pascal Mercier (Autor von “Nachtzug nach Lissabon”), der sich einer besonderen Erzähltechnik bedient. Denn Leas Vater Van Vliet trifft in einem Urlaubsort einen Fremden und erzählt ihm seine Geschichte – das Buch handelt aus der Erzählperspektive des Fremden und wechselt mit Berichten des Vaters.

Lea lernt schnell und macht Fortschritte, übt stundenlang, tagelang. Wird besser und besser, lebt aber immer mehr in ihre eigene Welt zurückgezogen, der Welt des Geigenspiels. Lediglich Leas Geigenlehrer und das Spiel werden zum Ersatz für eine Mutter, die sie zu früh verloren hat, ein Ersatz zu dem der Vater keinen Zugang mehr findet.

Lea gewinnt Wettbewerbe, schottet sich gleichzeitig aber immer mehr von der Außenwelt ab. Als sie schließlich in tiefe Depressionen, ja gar in einen Wahn, verfällt, beschließt Van Vliet die nicht mehr Zugängliche zu retten – retten durch ein unglaubliches Verbrechen. Kurz blüht Lea wieder auf, um schließlich völlig zu Grunde zu gehen – und Van Vliet, der Vater, mit ihr.

Wenn sie wach war und sich ihre Blicke begegneten, erschien dieses Lächeln auf ihrem Gesicht. „So, wie man jemanden anlächelt, dem gegenüber man eine Schuld hat, die nie getilgt werden kann, eine Schuld, die alles unter sich begräbt, und man gibt in dem Lächeln zu verstehen, dass man das weiß. Ein Lächeln, das dort beginnt, wo alles Bitten um Vergebung aufhört. Das Lächeln als einzige Lösung, um nicht zu versteinern.“

Pascal Mercier beschreibt das Vater – Tochter Verhältnis in einer unglaublich nahen und gewaltigen Sprache. Der Leser, der die Rolle des Fremden im Urlaubsort einnimmt bekommt Van Vliets Geschichte brühwarm erzählt – und kann alles mitfühlen: Leas Entwicklung, ihre Triumphe – ihre Niederlagen, auf kurzzeitiges Wiederaufblühen und ihr völliger Absturz in den Wahn. Durch Merciers besondere Erzähltechnik bleibt Lea ihm aber dennoch verschlossen und fern, ebenso, wie dem bestürzten Vater.

Lea ist die Entwicklungsgeschichte eines hochbegabten Kindes, das immer die volle Unterstützung des Vaters hat, die sich trotzdem völlig voneinander entfernen und entfremden, sowie von dem verzweifelten Vater, der alles für seine Tochter tut und daran zerbricht.

Fazit: Lea hat mich gefesselt und berührt, weil man sich so gut in Van Vliet und seine Erzählung hineinversetzen kann. Man kann seine Verzweiflung geradezu greifen und fühlt und leidet mit ihm. Die Distanz zwischen Vater und Tochter bleibt immer bestehen. Schließlich bleibt am Ende dieser Novelle des Geigenspiels nur die Stille.

Lea
von Pascal Mercier
256 Seiten
Verlag: btb
ISBN-10: 344273746X

Links am 31.12.2009

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Nachträge zum 26C3:

26C3: Hacker machen gegen Rundum-Ausspähung mobil
26C3: Forscher demonstrieren genialen Quanten-Hack
Security Nightmares auf dem 26C3: dunkle Wolken über Cloud Computing

Bits und so Podcast vom und zum Chaos Communication Congress 26C3, 2 Std. 30 Min. lang.

Sonst noch:

10 Dinge, die jeder mit seinem neuen Arduino macht

ZDF Video zu Google Wave

Do it yourself: Alien Projector

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Vor einiger Zeit habe ich das Alien Projector Weekend Projekt vom Make Magazin entdeckt. Also bei Conrad Elektronik Schalter und Hochleistungs-LED besorgt, altes Posterverpackungsrohr im Keller gesucht und gefunden und ran an die Arbeit gemacht.

Das ganze lief eher ziemlich quick und dirty ab: Mit Hilfe der Lötpistole (eigentlich sollte man wohl eher einen feinen Lötkolben benutzen, um Schaltungen zu löten) meines Vaters die kleine Schaltung mit Widerstand, LED, Schalter und 9V Batterie zusammengelötet, schwarze Pappe im Bastelladen besorgt (grüne Folie gab’s leider nicht) und das ganze zusammengebaut.

Ein Blick ins Innenleben des Alien Projectors:

Die Schablonenvorlage habe ich auch mal gemirrort:

Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen! Wenige Zentimeter vor der Wand aufgestellt, ergibt sich das folgende schöne Bild: